Zentrum für Integrative Psychiatrie, Lübeck Neubau Bettenhaus und Umbau Haus 7

Eingebettet in den parkähnlichen Campus des Universitätsklinikums Lübeck befindet sich das Zentrum für Integrative Psychiatrie in dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble der ehemaligen Heilanstalt Strecknitz von 1912. Behutsam wird den Bestandsgebäuden jeweils ein neues Bettenhaus zugeordnet, so dass sich Alt und Neu ergänzen und unter Einbeziehung der historischen Freiräume das Leitbild einer „kleinen Stadt“ gestärkt wird. Im neuen Bettenhaus wird ein sehr offenes Therapiekonzept realisiert, das sich in dem Gebäude mit hotelartigem Charakter widerspiegelt. So wird dem Patienten von Anfang an Wertschätzung entgegengebracht.
Der städtebaulich als transparente Fuge geplante Verbindungsbau zwischen dem Bestand (Haus 7) und dem neuen Bettenhaus (1.BA) bildet das neue Zentrum der Anlage. Die hochwertig gestaltete Lounge verbindet alle Bereiche und ist Ort der Kommunikation. Der fließende Übergang durch die transparente Fassade über die Terrasse in den neu gestalteten Patientengarten erweitert das Gebäude und öffnet es zum Außenraum. Bei der Planung eines Hauses für Menschen die an der Seele verletzt sind, kommt der Auswahl von Farben und Materialien eine besondere Bedeutung zu. Es gilt Schwellenängste zu reduzieren und Gefühle zu erzeugen wie: willkommen zu sein, angenommen zu werden, das Heimweh zu stillen, sich behaglich zu fühlen. Der Patient soll gelöst und entspannt in die Behandlung gehen, möglichst frei von Ängsten und unbefangen. „Draußen“ ist das „Zusammenleben“ für einige Bewohner zur Qual geworden. Das ZIP ist Schutzraum und bietet Möglichkeiten der Abstufung von Öffentlichkeit, Begegnung und Verabredung in der Lounge, das Essen in Gesellschaft, das persönliche Territorium im Bettenzimmer, die intime Schlafstätte.


Auftraggeber:
Fläche:
Projektkosten Neubau:
Bauzeit:
LPH:


Gebäudemanagement Schleswig-Holstein
4.552 m² BGF
11,2 Mio.
2016-2017
2 - 8