Neubau Polizei Norderstedt

In Norderstedt, im Stadtteil Garstedt, plant das Land Schleswig-Holstein den Neubau einer Polizei an der Europaallee 22. Im Rahmen eines VgV-Verfahrens konnten wir uns mit unserem Lösungsvorschlag durchsetzen und wurden mit der Planung beauftragt.


Die neue Polizeiwache entsteht im Kontext der Entwicklung der „Neuen Mitte Garstedt“, einem Leuchtturmprojekt der Stadt Norderstedt. Mit dem Bildungshaus, der Umgestaltung des Willy-Brandt-Parks sowie weiteren Maßnahmen zur Aufwertung der Europaallee werden weitere wichtige Impulse für die Quartiersentwicklung gesetzt.


Auf dem Baufeld des Neubaus befindet sich derzeit noch das ehemalige Finanzamt der Stadt Norderstedt. Das bestehende Polizeigebäude liegt unmittelbar nördlich angrenzend. Nach Fertigstellung des Neubaus ist der Umzug der Polizei in das neue Gebäude vorgesehen.

 

Hochbaulicher Entwurf

Der Entwurf formuliert den südlichen Abschluss der heterogenen Bebauung entlang der Fußgängerzone Europaallee und setzt einen klar gefassten baulichen Akzent zum angrenzenden Marktplatz.


Der L-förmige Baukörper bildet mit seinem zweigeschossigen Sockel eine maßstäbliche Raumkante zu den belebten, öffentlichen Flächen. Nach Osten öffnet sich der Polizeihof zum Willy-Brandt-Park und schafft die verkehrliche Erschließung der Wache über die Straße Europaallee. Eine gestaffelte Höhenentwicklung mit bis zu vier Obergeschossen verleiht dem Neubau eine prägnante Präsenz und macht ihn als verbindendes Element zwischen dem Herold Center an der Berliner Allee und dem Willy-Brandt-Park im Stadtraum ablesbar.


Die Funktionen der Polizeiwache sind in den beiden Sockelgeschossen organisiert. In den zurückspringenden Obergeschossen sind die Bereiche der Kriminalpolizei untergebracht. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage für Mitarbeitende und Dienstfahrzeuge vorgesehen.

 

Fassade und Nachhaltigkeit

Der Neubau wird gemäß dem Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Holstein in Anlehnung an den Passivhausstandard geplant und realisiert. Die Grundsätze des Leitfadens Nachhaltiges Bauen finden Anwendung: vorgesehen ist der Einsatz umweltverträglicher und nachwachsender Baustoffe in einer Holzhybridbauweise, außerdem wird insbesondere im Rohbau auf eine Reduzierung der CO₂-Emissionen geachtet. Ergänzend sind ein Anschluss an das Fernwärmenetz sowie die Integration von Photovoltaikanlagen geplant.


Auftraggeber:  Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH)

Fläche: 7.085m² BGF inkl. TG

Projektzeit: 2025-2030



Visualisierung: loomn architekturkommunikation