Umstrukturierung Polizei Pinneberg

Mit der Neustrukturierung der Liegenschaft wird die Polizei Pinneberg funktional neu organisiert und für zukünftige Anforderungen weiterentwickelt. Das Projekt umfasst die Sanierung und Neuordnung des Bestandsgebäudes, einen Erweiterungsneubau für das Polizeirevier, ein BTM- und Asservatenlager sowie eine neue Parkpalette.

 

Der Neubau besetzt als markantes Punktgebäude die Ecke an der Elmshorner Straße und verleiht dem Polizeirevier eine klare Präsenz im Stadtraum. Die Parkpalette wird mit größtmöglichem Abstand zur östlichen Wohnbebauung angeordnet. Nebengebäude mit Unterständen für Schnellstarterfahrzeuge, Stellplätzen und Lagerflächen fassen den Polizeihof räumlich und unterstützen eine übersichtliche Organisation der Betriebsflächen.

 

Der Haupteingang orientiert sich nach Süden und öffnet sich zu dem neuen Vorplatz. Die bestehende Stieleiche bleibt als identitätsstiftendes Element erhalten und bildet den Mittelpunkt des Freiraums. Der Platz verbindet das Polizeirevier mit den angrenzenden Grünflächen und schafft eine einladende Ankunftssituation für Besucher:innen.

 

Die Erschließung folgt einer einfachen und klaren Logik. Besucher- und Polizeiverkehr werden konsequent voneinander getrennt, sodass Einsatzfahrzeuge jederzeit ungehindert ausrücken können.

 

Die Ziegelfassade korrespondiert mit den rötlichen Farbtöne des Altbaus, entwickelt aber mit einem eigenen bräunlich-bronzefarbenen Farbkanon eine eigene Identität. Auf eine Gliederung in Sockel und Obergeschosse wird bewusst verzichtet. So entsteht ein ruhiger, monolithischer Baukörper, der die Bedeutung des Polizeireviers im heterogenen Umfeld der Elmshorner Straße selbstbewusst unterstreicht.

Die Parkpalette fügt sich mit einer leichten Metallfassade aus Lochblech oder Streckmetall selbstverständlich in das architektonische Gesamtkonzept ein.

 

Nachhaltigkeit ist als selbstverständlicher Bestandteil in den Entwurf integriert. Gründächer und Photovoltaikanlagen auf der Parkpalette tragen zu einem ressourcenschonenden Betrieb bei. Die Ost-West-Ausrichtung der PV-Module ermöglicht eine gleichmäßige Stromerzeugung über den Tagesverlauf. Ergänzende Fassaden- und Freiraumbegrünungen verbessern das Mikroklima und schaffen einen verträglichen Übergang zur benachbarten Wohnbebauung. Regenwasser wird oberflächig in die Freianlagen geleitet und unterstützt die klimaangepasste Gestaltung des Standorts.



Auftraggeber:  Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH)

Fläche: 13.270 m² BGF inkl. Parkpalette

Projektzeit: 2026-2034